Der 2. Versmolder Klimaschutzpreis, der 2008 von der CDU-Fraktion initiiert wurde, geht diesmal an Wilhelm und Thorsten Schulte in den Bäumen und an die Evangelische Kirche.
Innerhalb von 3 Jahren haben sie ihr landwirtschaftliches Anwesen sowie zwei Wohnhäuser in Sachen Klimaschutz perfektioniert. Ihre Investition von Zeit und Geld in eine zentrale Holzhackschnitzelheizung, Fernwärme, Photovoltaik und Solartherme hat sich dreifach gelohnt: Sie schonen die Umwelt, den Geldbeutel und bescheren Vater und Sohn den zweiten Klimaschutzpreis der Stadt Versmold.
Zur Eröffnung der Ausstellung »Klima der Gerechtigkeit« in der Petri-Kirche nahmen Vater und Sohn Schulte in den Bäumen den mit 500 Euro dotierten Preis der Stadt entgegen. Den Scheck überreichte Jörg Kogelheide, Geschäftsführer der Strom- und Gasversorger Versmold.
Den zweiten, mit 250 Euro dotierten Platz nahm die Evangelische Kirche entgegen. Die verbesserte Wärmedämmung in zwei Pfarrhäusern, die Versorgung aller Immobilien mit Ökostrom, der Aufbau von drei Sonnenstromanlagen auf den Dächern, der Einsatz von einer Gasbrennwerttherme mit Solarthermie im Loxtener Gemeindehaus, das Blockheizkraftwerk im Katharina-von-Bora-Haus und die vorbildliche energetische Sanierung der Beleuchtung und Beheizung der Petri-Kirche gaben den Ausschlag.
Die Jury bestand aus Dagmar Nowitzki (Firma Brüninghaus), Jörg Kogelheide, Pfarrer Dirk Leiendecker, Hans-Peter Schmackert (Schulleiter CJD-Gymnasium) und Thorsten Klute. Superintendent Walter Hempelmann vom Kirchenkreis Halle warb für weitere Bündnispartner, um die Erde zu bewahren. Den musikalischen Rahmen der Preisvergabe gaben Kantor Hadlef Gronewold und Michael Lempik. Achtklässkler der Realschule zeigten ein Szenenspiel.
Die Klimapreis-Vergabe passte nahtlos zur Ausstellungseröffnung »Klima der Gerechtigkeit«. Pastorin Kirsten Potz bereitete die bundesweit erfolgreiche Wanderausstellung vor, die einen Monat in der Petri-Kirche zu sehen sein wird. Es gehe darum, genau wahrzunehmen und zu entdecken, wo die Probleme liegen und wen sie wie und warum berühren. Jeder Einzelne, jede Kirchengemeinde und jede Schulklasse könne helfen, eine gerechtere Welt zu schaffen.