CDU-Versmold besucht Berlin

Am Mittwochmorgen, den 26. Oktober starteten 13 Mitglieder der Versmolder CDU gemeinsam mit weiteren CDU-lern des Kreises Gütersloh zu einer dreitägigen Reise nach Berlin. Eingeladen hatte der direkt gewählte CDU-Bundestagsabgeordnete Ralph Brinkhaus im Auftrag des Bundespresseamtes.

Er begrüßte die 50 Teilnehmer,  nach deren Besuch des Jüdischen Museums, im Restaurant Tucher am Brandenburger Tor. Dort kam auch Michael Meyer-Hermann, wissenschaftlicher Mitarbeiter des Bundestagsabgeordneten Steffen Kampeter, zu den heimischen Kommunalpolitikern und begleitete sie zum Abschluss des 1. Tages in der Bundeshauptstadt in die „Ständige Vertretung“.

Der Donnerstag begann mit einer Stadtrundfahrt durch das Regierungsviertel und dem Mittagessen im Sony Center. Danach folgte die Diskussion mit Ralph Brinkhaus im Paul-Löbe-Haus. Er beschrieb den Verlauf einer Plenarwoche und seine Funktion im Finanzausschuss, wo am Mittwoch das Gesetz zur Umsetzung der Richtlinie im Hinblick auf die Errichtung des EU-Finanzaufsichtspakets abschließend beraten wurde. Dieses Gesetz synchronisiert nationale und europäische Aufsichtsstrukturen und wurde am Donnerstagabend im Plenum einstimmig verabschiedet. Ebenfalls am Donnerstagabend verabschiedete der Bundestag das Finanzanlagenvermittlergesetz, für das Ralph Brinkhaus Berichterstatter war. Nach der einstündigen Diskussion besuchten die Versmolder die Kuppel des Reichstags und verfolgten dann, von der Besuchertribüne aus, die Aussprache und Abstimmung zum Kinderschutzgesetz.

Einen Eindruck vom „Alltag der deutschen Teilung“ vermittelte der Besuch der Ausstellung im Tränenpalast. Vielfältige persönliche Erfahrungen und Emotionen verbinden sich mit dem 1962 errichteten Gebäude am Bahnhof Friedrichstraße. Die Abfertigungshalle diente der SED-Diktatur bis 1990 für die Ausreise aus der DDR nach West-Berlin. Als Ort schmerzvoller Trennungen hieß der Pavillon im Berliner Volksmund bald „Tränenpalast“. Mit einer Rundfahrt auf der Spree durch das Regierungsviertel ging ein erlebnisreicher Tag mit vielen neuen Eindrücken zu Ende.
Die Besichtigung des Detlev-Rohwedder-Hauses mit einem anschließenden Informationsgespräch im Bundesministerium der Finanzen läutete den Abreisetag ein, bevor es zur Gedenkstätte Berlin-Hohenschönhausen ging. Dort schilderte ein ehemaliger Gefangener die schrecklichen Martyrien der bis 1990 genutzten Untersuchungshaftanstalt der SED-Stasi. Alle Teilnehmer waren sich einig, dass diese bewegenden Eindrücke die Überzeugung vertiefen, wie gut es ist, in einem Rechtsstaat zu leben, in dem man sich über politische Ansichten streiten darf.
Die Berlinfahrt war für alle Teilnehmer eine einzigartige Gelegenheit einen Blick hinter die Kulissen der Bundespolitik zu werfen und Kontakte mit Mitgliedern der gesamten Kreis-CDU zu pflegen.